Wenn ich Leuten erzähle, dass ich beruflich Katzen besuche, kommt fast immer: „Das ist ein Job?“ Ja. Und zwar der beste. Was bei meiner Tierbetreuung in Kassel wirklich passiert – außer Futter hinstellen und wieder gehen – erzähle ich dir hier. Spoiler: Es ist deutlich mehr. Und manchmal sitze ich auch zehn Minuten vor einem Schrank und führe Verhandlungsgespräche mit einer beleidigten Katze.

Erstmal ankommen – und angemustert werden

Jeder Besuch beginnt mit demselben Ritual: Ich schließe auf, sage Hallo und werde inspiziert. Manche Katzen sitzen schon an der Tür, als hätten sie meinen Kalender gehackt. Andere beobachten mich erstmal vom Schrank aus, ob ich auch wirklich die bin, die ich beim Kennenlernen behauptet habe zu sein. Beides völlig legitim.

Die Pflicht: Futter, Wasser, Klo

Klingt banal, ist es aber nicht – denn es läuft exakt nach deiner Anleitung. Wenn du sagst, das Nassfutter wird mit der Gabel aufgelockert und bei Zimmertemperatur serviert, dann wird das so gemacht. Ich urteile nicht. Meine vier eigenen Katzen haben mir jede Illusion genommen, dass Katzen unkomplizierte Esser sind. Frisches Wasser, saubere Toilette, kurzer Gesundheits-Check nebenbei: Frisst sie normal? Bewegt sie sich wie immer? Nach ein paar Besuchen kenne ich den Normalzustand deiner Katze ziemlich genau – und merke, wenn etwas anders ist.

Die Kür: Spielen, Kuscheln oder würdevolles Ignoriertwerden

Danach entscheidet deine Katze, was auf dem Programm steht. Manche wollen zwanzig Minuten Federangel-Vollgas, andere einen Schoß, und wieder andere wünschen, dass ich einfach nur anwesend bin und still ihre Großartigkeit anerkenne. Auch das mache ich. Ich bin da erstaunlich flexibel.

Der Foto-Beweis aufs Handy

Du bekommst von jedem Besuch Fotos und ein kurzes Update per WhatsApp. Meistens sind es gemütliche Bilder vom Sofa. Manchmal ist es nur ein Schwanz, der unter dem Bett hervorlugt – aber hey, auch das ist ein offizielles Lebenszeichen und wird als solches dokumentiert.

Übrigens: nicht nur Katzen

Katzen sind mein Schwerpunkt, aber auch Kaninchen und Meerschweinchen betreue ich mit derselben Ernsthaftigkeit. Und wer bei mir zuhause die Chefinnen sind, siehst du in der Galerie – neben den Katzen leben hier nämlich auch noch zwei Schafe mit sehr ausgeprägten Persönlichkeiten.

Klingt gut?

Dann lern mich kennen – das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Deine Katze darf mich dabei gerne erstmal vom Schrank aus mustern.


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